Institut für historische Intervention

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home IHI Projekte
Projekte

Neugestaltung des alten jüdischen Friedhofs St. Pölten

Der alte jüdische Friedhof St. Pölten wurde 1859 angelegt und 1906 geschlossen Nach dem sogenannten "Anschluss" im Jahr 1938 wurde das Areal samt allen anderen Liegenschaften der IKG von der Stadt St. Pölten "arisiert", die Grabsteine übernahm die städtische Friedhofsverwaltung. Heute steht auf dem Areal kein einziger Grabstein mehr.

Vom wichtigsten Merkmal des Ortes, den hier begrabenen Menschen, ist im gegenwärtigen Zustand nichts zu ahnen. Ein neu zu errichtendes Grabdenkmal wird die Verstorbenen ins allgemeine Gedächtnis zurückbringen und insbesondere deren Nachfahren ein Gedenken am Ort der Gräber ermöglichen.

Der Grabstein und dessen grundlegende rituelle Bedeutung stehen im Zentrum des Projekts. Zusätzlich wird eine künstlerische Gestaltung die Geschichte des Friedhofs erzählen und den Ort in das historische Bewusstsein der Stadt zurückholen. Zum Abschluss der Neugestaltung des Friedhofs werden die Ergebnisse in Form einer Broschüre publiziert, um Projektverlauf, historische Forschung und künstlerische Umsetzung zu dokumentieren und mit gutem Bildmaterial einer weiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Hermann Leopoldi. Ein Wiener Volkssänger jüdischer Herkunft.

Der Künstler Hermann Leopoldi

Hermann Leopoldi war einer der begabtesten und meist gefeierten Komponisten, Pianisten, Sänger und – wie er sich selbst nannte – „Klavierhumoristen“ des Wiener Liedes sowie des deutschsprachigen Schlagers der 1920er, 1930er, 1940er und 1950er Jahre. Er schuf so bekannte Lieder wie „Schön is so ein Ringlspiel“, „I bin a stiller Zecher“, „In einem kleinen Cafe in Hernals“, „Überlandpartie“, „Schnucki, ach Schnucki“, aber auch den im KZ geschriebenen „Buchenwald-Marsch“ und politische Lieder wie „Die Novaks aus Prag“ (über ExilantInnen-Schicksale) oder „An der schönen roten Donau“ (über die sowjetische Besatzung und den politischen Opportunismus der ÖsterreicherInnen).

 

Weiterlesen...