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Home Erinnerungsprojekte in Österreich Mahnmal für die Zwangsarbeiterlager Viehofen

Mahnmal für die Zwangsarbeiterlager Viehofen

 

 


 

 

Mahnmal für die Zwangsarbeiterlager Viehofen


Projektbeschreibung Catrin Bolt: Orientierungstafeln
Realisierung 2010

In Viehofen, einem kleinen Ort neben St.Pölten, gab es in den Jahren 1944 und 1945 zwei Zwangsarbeiterlager. Später wurde auf dem Gebiet ein Schotterwerk betrieben, danach entstand ein künstlicher Schottersee, der jetzt von der Bevölkerung intensiv als Freizeitareal - zum Schwimmen, Spazieren und Fahrradfahren - benutzt wird. Fast niemand weiß darüber Bescheid, dass in der Mitte des heutigen Sees ein jüdisches Zwangsarbeiterlager lag und neben dem See eines für nicht-jüdische Zwangsarbeiter.

Wie in Freizeitarealen üblich, sollen an verschiedenen Stellen um den See Orientierungstafeln aufgestellt werden. Allerdings zeigen diese Tafeln nicht die aktuelle Situation, sondern ein Luftbild vom selben Areal 1945.

Besucher sollen im ersten Moment versuchen, sich auf der Tafel zu orientieren. Das heißt, die Markierung des eigenen Standpunktes sollte nicht allzu schnell ins Auge fallen, sodass man kurz auf der Tafel herumsucht und sich dabei auch das Abgebildete genauer ansieht. Erst nach einigem Suchen und Schauen soll man merken, dass es zwar dasselbe Areal ist (zum Beispiel erkennbar durch den Fluss Traisen), das Dargestellte aber zeitlich verschoben ist und dass da, wo der See ist, einmal Zwangsarbeiterlager standen. Wie bei Orientierungstafeln üblich, soll es auch eine Legende geben auf der die Lager bezeichnet sind.